Am Anfang stand die Absicht, mit einer kunsthistorischen Studie die offene Forschungsfrage des Bildthemas und des Entstehungsanlasses zu lösen. Der Ansatz war die möglichst genaue Analyse des Gebotstextes: die Anordnung der Wörter und Buchstaben sowie die Abweichungen vom Bibeltext. Diese wurde in Beziehung gebracht zu den vorliegenden gemäldetechnischen Untersuchungen. Das Ergebnis war eine m. E. gut begründbare Hypothese.
Die darauf folgende Suche nach bisher unbekannten Ansatzpunkten für die Bildentstehung brachte wenig Konkretes. Statt dessen stellten sich immer wieder neue Vorstellungen ein, wie es gewesen sein könnte … Diese kreuzten sich mit bildtheoretischen und philosophischen Überlegungen und am Ende wurde aus dem Text keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Roman. Voilà.
In Kürze erscheint eine überarbeitete Neuauflage als Taschenbuch (ca. 256 Seiten mit drei Illustrationen) und E-Book.
Amsterdam, 1667: Eine Frau tritt als Heilerin, Modell, Lebensgefährtin und Chronistin in Rembrandts Leben. Sie hat die Ereignisse seiner letzten Lebensjahre in einem Tagebuch festgehalten.
Ein Museumsvolontär hat das bislang unbeachtete Bündel alter Blätter in einem Amsterdamer Archiv entdeckt. Die Texte bringen endlich Licht in die Entstehungsgeschichte von Rembrandts Gemälde »Moses zerschmettert die Gesetzestafeln«. Sie gewähren neue Einblicke in das soziale Umfeld des Meisters. Wir begegnen Künstlern, Kunstfreunden, einem Rabbiner, einem Kabbalisten und dem Vorsteher der jüdisch-sephardischen Gemeinde. Beiläufig lassen ihre Handlungen und Gespräche die Umrisse einer Philosophie von Bild, Schrift und Wirklichkeit aufscheinen.
Schließlich ist das Tagebuch Dokument der Persönlichkeitsentwicklung einer bemerkenswerten Frau des 17. Jh.
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